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August 2005



Die Kinder- und Jugendbibliothek der Zentralbibliothek Solothurn und die Jugendbibliothek Olten empfehlen:

Buchtitel Gebirge

Gebirge


Huber, Hanke: Gebirge. Ill. von Marion Wieczorek. Nürnberg: Tessloff, 2005. 48 S., geb., Fr. 16.50. (Was ist Was Bd. 119) ISBN 3-7886-1506-0.

Der neuste Band aus der Reihe WAS IST WAS beleuchtet anschaulich die Besonderheiten und Vielfältigkeit der Bergwelt. Das Buch erklärt, wie Berge entstehen, was sie prägt und wodurch sie sich verändern. Dazu gehört genauso das besondere Klima der Hochgebirge wie ihre Bewohner.

Das heutige Gesicht vieler Bergregionen ist durch die Nutzung des Menschen entstanden. Neben der Landwirt-schaft machen wir uns seit jeher auch die Rohstoffe der Gebirge zunutze, bauen Wasserkraftwerke, sowie Strassen, Brücken und Tunnel, um die riesigen Naturbarrieren passierbar zu machen.

Der Band ist - wie man sich das bei dieser Reihe gewohnt ist - lebendig illustriert, mit ansprechenden Fotos und einfachen, verständlichen Zeichnungen. Das Thema wird umfassend abgedeckt und behandelt alle wichtigen Aspekte, die in den Schulen behandelt werden. Der Text ist anschaulich und interessant. Breit einsetzbar und empfohlen.

Ab 11 Jahren.

Buchtitel Wolkenpanther

Wolkenpanther


Oppel, Kenneth: Wolkenpanther. A. d. Engl. von Anja Hansen-Schmidt. Weinheim: Beltz & Gelberg, 2005. 549 S., geb., Fr. 30.80. ISBN 3-407-80941-7.

Ein Schmöker wie bestellt für heisse Sommertage. Er hat alle Zutaten, die es dazu braucht: sympathische Helden (Matt und Kate), ein exotisches Ambiente und Spannung pur vom Anfang bis zum glücklichen Ende.

Ein Passagier-Zeppelin wird von Luftpiraten angegriffen und muss in der Folge auf einer unerforschten Südseeinsel notlanden. Mitten im Geschehen Matt und Kate. Matt, Kabinensteward und Schiffsjunge, der sich nur in der Luft wohl fühlt, mag Kate immer mehr. Kate, jung, reich und auf der Suche nach dem Geheimnis ihres Grossvaters, scheint ihn auch zu mögen. Und dann sind da noch diese seltsamen Wesen, die Wolkenpanther...

Die originelle und temporeiche Geschichte lässt sich mit Genuss verschlingen und ist trotzdem literarisch ansprechend.

Also ab in die Bibliothek oder in eine Buchhandlung und Loslesen!

Ab 12 Jahren.

Buchtitel Müssen Tiere Zähne putzen?

Müssen Tiere Zähne putzen?


Wiesner, Henning / Müller, Walli: Müssen Tiere Zähne putzen? ... und andere Fragen an einen Zoodirektor. Ill. von Günter Mattei. München: Hanser, 2005. 115 S., geb., Fr. 29.-
ISBN 3-446-20611-6

Wer kann auf Anhieb den Begriff "Biolumineszenz" erklären - und das erst noch so einfach und verständlich, dass Jugendliche ab 10 Jahren die Erläuterungen ohne weiteres verstehen?

Hening Wiesner ist Zoodirektor in München und hat hier ein originelles und spannendes Sachbuch über ausserge-
wöhnliche Phänomene aus dem Tierreich veröffentlicht. Manche Fragen klingen ziemlich verrückt, doch es bereitet tierisches Vergnügen, die Antworten zu lesen. Wiesner schreibt mit grossem Sachwissen und trockenem Humor.

Herausgekommen ist ein Buch, das ebenso gut unterhält wie informiert. Dazu passen die Illustrationen bestens, spiegeln sich doch darin beide Eigenschaften des Textes wieder, Sachverstand und Spass am Vermitteln. Auch ein ausführliches Stichwortverzeichnis fehlt nicht, was die Suche nach Informationen zu einem bestimmten Tier sehr vereinfacht. Ein gelungenes Nachschlagewerk.

Ab 10 Jahren.

Buchtitel Ein glücklicher Zufall

Ein glücklicher Zufall


Ulitzkaja, Ljudmila: Ein glücklicher Zufall und andere Kindergeschichten. Ill. von Wolf Erlbruch. A. d. Russ. von Ganna-Maria Braungardt. München: Hanser, 2005. 75 S., geb., Fr. 23.70. ISBN 3-466-20603-5.

Dieses sorgfältig gemachte Buch enthält sechs Erzählungen über kleine und grosse Augenblicke im Leben von russischen Dorfkindern aus den 50er Jahren. Sie leben in einer Welt der Entbehrung und der Feindseligkeit, die nur durch kindliche Einbildungskraft erträglich wird. Die Geschichten schildern scheinbar belanglose Ereignisse, die ein Kinderleben erschüttern oder beglücken können.

Es ist das erste Kinderbuch, das von der arrivierten Schriftstellerin Ljudmila Ulitzkaja auf Deutsch veröffentlicht wird. Die Geschichten überzeugen durch den warmen und menschlichen Ton, der sich durch das ganze Werk der Autorin zieht. Ulitzkaja hat eine grosse Beob-achtungsgabe und einen untrüglichen Blick für die wesentlichen Momente einer Geschichte, die sie gekonnt auf den Punkt bringen kann. Zu den Erzählungen passen die schlichten Illu-strationen von Wolf Erlbruch wunderbar.

Erzählungen und Illustrationen wirk-en zeitlos und harmonieren perfekt in der Aussage. Sehr geeignet zum Vorlesen.

Ab 8 Jahren.

Buchtitel Fischbrötchen

Fischbrötchen


Vahle, Frederick / Ballhaus, Verena (Ill.): Fischbrötchen. Aus dem Leben einer naseweisen Schildkröte. Weinheim: Beltz & Gelberg, 2005. 127 S., geb., Fr. 27.20, ISBN 3-407-79884-9.

Die Protagonistin der Geschichte, die Schildkröte, ist genau so gross wie ein Fischbrötchen. Klar, dass sie deshalb auch diesen Namen trägt. Mit ihrer Neugierde und ihrer Unverfrorenheit begegnet die kleine Schildkröte allen möglichen Tieren, die sie mit ihren Fragen löchert. Ob Fischbrötchen die Kuh über ihr Äusseres befragt oder aber den Maikäfer über seinen Namen. Ob sie mit dem Kamel den Weg nach Timbuktu sucht oder mit ihren Freunden das Meer, sie ist absolut liebenswert und witzig.

Dieses Buch mit den vielen farbigen Illustra-tionen von Verena Ballhaus ist ein wahrer Vorlesespass. Die lustigen Geschichten werden Gross und Klein erfreuen. Ballhaus bringt es fertig, einem scheinbar ausdrucklosen Wesen wie einer Schildkröte, liebevollste Mimiken aufs Gesicht zu zaubern und den verschiedenen skurrilen Typen Zauber zu verleihen.

Ab 5 Jahren

Sabine Egger

Buchtitel Jako

Jako


Schneider, Antoine / Möltgen, Ulrike (Ill.) : Jako. Zürich: bajazzo, 2005. Unpag., geb., Fr. 23.50.
ISBN 3-907588-58-4

Ein kleines Mädchen wünscht sich von Herzen einen kleinen Hund. Von Sehnsucht nach Zuneigung und Wärme ge-
trieben, bleibt sein Wunsch hartnäckig präsent und überdauert fast ein Jahr. Das Kind ist sich dabei wohl bewusst, dass ein Haustier kein Spielzeug ist, das man bei Unlust in irgendeine Ecke stellen kann. Und dann, eines schönen Tages geschieht das Wunder und der Hund ist da. Mit diesem Ereignis beginnt neben dem Spass und der Freude ein neues Kapitel im Leben des kleinen Mädchens. Es lernt Sorge und Ungewissheit zu tragen und zu ertragen, lernt, dass ein Hund Fürsorge gebraucht. Der Hund ist auch eine Symbolfigur dafür, dass wir alle beschützt und umsorgt werden wollen von jemandem dessen Zuneigung man nie unter Beweis stellen muss.

Die collagierten Figuren sind in blau, orange oder gelb gehalten und befinden sich meist auf einem blauen oder schwarzen, schmucklosen Hintergrund. Ein Bilderbuch, das als naive kleine Geschichte daherkommt und so Vieles, Unausgesprochenes, Philosophisches in sich verbirgt.

Ab 4 Jahren

Sabine Egger

Fragen zu Lesen.so beantwortet Eva Mathez