Kunst-, Kultur- & Anerkennungspreise 2005
KUNSTPREIS 2005
Solothurn, 21.09.2005 - Der Regierungsrat hat dem Fotografen Leonardo Bezzola (76, Bätterkinden) den mit 20'000 Franken dotierten diesjährigen Kunstpreis des Kantons Solothurn zugesprochen. Seit über fünfzig Jahren verfolgt der intensiv und stets unauffällig schauende und beobachtende Fotograf das Schaffen insbesondere auch von Solothurner Künstlern. Er hält Menschen und Kunstwerke mit einer Leichtigkeit fest, die seinem eigenen diskreten, mit Vorliebe im klassischen aussagestarken Schwarzweiss gehaltenen Arbeiten entspricht. Bezzola hat immer wieder Solothurner Kulturschaffende porträtiert und seine Werke verschiedentlich in Solothurn im Palais Besenval, in der Freitagsgalerie und im Kunstmuseum einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt.
Acht weitere Kulturschaffende erhalten Auszeichnungspreise, die mit je 10'000 Franken dotiert sind. Mit einem Anerkennungspreis von 10'000 Franken würdigt der Regierungsrat den Verein "Freunde Schloss Neu-Bechburg" für die grosse und ideelle Unterstützung des Schlosses Neu-Bechburg in Oensingen. Mit dem Preis wird die grosse, wertvolle Arbeit des Vereins zum Unterhalt und zum Betrieb der Burg oberhalb von Oensingen anerkannt und verdankt.
Die Übergabefeier findet am Montag, 21. November 2005, 18.30 Uhr im Stadttheater Olten statt.
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Leonard Bezzola |
KUNSTPREIS
Leonard Bezzola
Fotograf. Geboren am 24. April 1929 in Bern, Bürger von Onsernone / TI.
1987 Fotopreis
Mit grosser Intensität und anhaltendem Engagement begleitet der Fotograf Leonardo Bezzola (www.sokultur.ch) seit über fünfzig Jahren das Schaffen von Künstlerinnen und Künstlern insbesondere aus der Schweiz. Ein reiches Gedächtnisarchiv ist entstanden, in dem die Menschen so lebendig sind wie ihre Kunst.
Zahlreiche Publikationen zeugen von der Spannweite seines kulturellen Interesses: Schriftstellern, Musikern, Filmschaffenden, Sammlern, Ausstellungsmachern begegnet man in Bezzolas Fotografien ebenso wie den bildenden Künstlern. Auch im öffentlichen Umfeld sieht Leonardo Bezzola das Intime, das Individuelle und hält es mit einer Leichtigkeit fest, die seinem eigenen diskreten Arbeiten entspricht. Dass er der stete Beobachter im Raum Solothurn ist, davon zeugen freie Fotoserien und eindrückliche Fotobücher.
Als Träger der mit je 10'000 Franken dotierten Auszeichnungspreise wurden bestimmt:
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Bruno Späti |
PREIS FÜR MUSIK
Bruno Späti
Chor- und Orchesterleiter. Geboren am 12. August 1957 in Heinrichswil / SO, Bürger von Heinrichswil.
Bruno Späti realisierte als Chor- und Orchesterleiter unter anderem mit Les Marmottes, Kammerchor Buchsgau, Orchester Musica viva, Serenata Solothurn weit über 100 viel beachtete, musikalisch hoch stehende Konzerte mit einem breit angelegten Repertoire und zahlreichen Uraufführungen. Seine Konzerttätigkeit wurde mit mehreren Preisen gewürdigt.
Die viel beachteten Aufführungen von innovativen Musikprojekten mit Chor und Orchester des Gymnasiums Neufeld in Bern, wurden 1999 mit dem Kulturpreis der Burgergemeinde Bern ausgezeichnet. Seit 2004 ist Bruno Späti Lehrbeauftragter an der Hochschule der Künste Bern im Fach Dirigieren.
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Marion Ammann |
PREIS FÜR MUSIK
Marion Ammann
Opern- und Konzertsängerin. Geboren am 30. Juli 1964 in Zürich, Bürgerin von Herisau.
Das umfangreiche Repertoire, das Marion Ammann an schweizerischen, deutschen und französischen Bühnen mit grossem Erfolg singt, umfasst die grossen Partien von Bellini, Verdi, Wagner, Puccini oder Weber - insgesamt 40 Hauptrollen.
Besonderes Aufsehen erregten in der Fachwelt 2004 ihre Interpretation der Isolde in Richard Wagners "Tristan und Isolde" in Lübeck und der Salome in der gleichnamigen Oper von Richard Strauss in Helsinki. Ebenso umfassend ist ihr Konzertrepertoire. Marion Amman ist eine hochmusikalische Sängerin mit einer faszinierenden Bühnenpräsenz von bedeutender internationaler Ausstrahlung.
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Reto Emch |
PREIS FÜR MALEREI
Reto Emch
Kunstschaffender. Geboren am 2. Juli 1961 in Solothurn, Bürger von Mühledorf / SO.
1985 Werkjahrbeitrag des Kantons Solothurn
1996 Förderpreis der Provinz Allesandrial / Italien
Reto Emch (www.sokultur.ch) ist seit 20 Jahren Kunstschaffender im wahrsten Sinn des Wortes und verfolgt unentwegt "seinen" künstlerischen Weg. Seine vielfältige nationale und internationale Ausstellungstätigkeit und Anerkennung ist beeindruckend.
Reto Emch ist mit einem ungemein ausgeprägten handwerklichen Talent ausgestattet, es gibt in seinem Werk keine eigentliche Trennung zwischen Malerei und Skulptur: vielmehr zeigt die Mischung von Bildender Kunst, Fotografie, Theater, Tanz und Musik in seinen Arbeiten die erstaunliche Spannbreite, innerhalb der sich dieser Künstler mit grosser Sicherheit und Natürlichkeit bewegt.
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Susan Hodel |
PREIS FÜR MALEREI
Susan Hodel
Künstlerin. Geboren am 28. Juni 1962 in Lostorf, Bürgerin von Lostorf, Unterlangenegg.
1998 Werkjahrbeitrag
Susan Hodel (www.sokultur.ch) beschäftigt sich mit Malerei und Zeichnung auf der Schwelle zum Objekthaften. Die Leinwand selbst und der Rahmen werden zum Thema ihrer Kunst. Ebenso verbindet sie in zeitaufwendigen Arbeitsschritten Techniken wie Nähen, Flechten und Sticken mit der Malerei. Der Farbeinsatz erfolgt genau dosiert; sie ist eine Künstlerin, die sich in intensiven reflexiven Prozessen die Arbeitsschritte wohl überlegt.
Susan Hodel wurde mehrfach ausgezeichnet und war in vielen Ausstellungen im Kanton wie auch ausserhalb des Kantons vertreten. Neben ihrer Lehr- und Dozentinnentätigkeit hat sie über viele Jahre hinweg ihre Arbeit aus der Stille präzise und intensiv weiter entwickelt.
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Victorine Müller |
PREIS FÜR PERFORMANCE
Victorine Müller
Performerin. Geboren am 31. Januar 1961 in Grenchen, Bürgerin von Lostorf, Trimbach.
Im Zentrum der Performance-Künstlerin Victorine Müller (www.sokultur.ch) stehen Körper im Zustand der Konzentration und des Übergangs. Strömungen im Körper, Zusammenhänge mit der Natur, Verborgenes und Vergessenes werden visualisiert. Der Körper wird genutzt, um Empfindungen auszudrücken, in Frage zu stellen, bewusst zu machen.
Auch ihren eigenen Körper setzt sie Extremsituationen aus: Er wird zum experimentellen Gegenstand, der aus dem gewohnten Umfeld und dem alltäglichen Sein heraustritt. Ausserordentlich bei ihrer Kunst ist die Stille. Nicht die Aktion allein ist wichtig, vielmehr das Bild, das still steht, sitzt oder liegt, aber in jedem Fall atmet und lebt.
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Gisela Rudolf |
PREIS FÜR LITERATUR
Gisela Rudolf
Schriftstellerin. Geboren am 2. Dezember 1947 in Basel, Bürgerin von Naters / VS.
Gisela Rudolf (www.sokultur.ch), ehemalige Redaktorin, schreibt seit 1980, inzwischen sind Texte in Sammelausgaben und sechs Romane erschienen. Die Autorin reflektiert das Dasein aus der Perspektive der Frau als Tochter, Mutter, Partnerin und als kritische Beobachterin in einer Welt und einem Leben voller Fragezeichen.
Wann und wie gelingt "der Schritt vom Dasein zum Selbstsein"? Gisela Rudolf gelingt es in einer direkten und schnörkellosen Sprache poetische Situationsbilder zu schaffen und unsere Aufmerksamkeit auf die verschiedenen Ebenen eines täglichen Lebens von Individuen zu richten, das unaufdringlich aber klar zur Selbstreflexion anregt ohne sie je zu fordern.
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Hanspeter Bader |
PREIS FÜR SCHAUSPIEL UND REGIE
Hanspeter Bader
Schauspieler. Geboren am 21. Mai 1956 in Solothurn, Bürger von Solothurn.
Seit 1979 ist Hanspeter Bader als Schauspieler und Regisseur an verschiedenen deutschen Theatern tätig: am Jungen Theater Göttingen, am Stadttheater Konstanz und zuletzt am Staatstheater Hannover und am Thalia Theater Hamburg.
Als Regisseur hat er u.a. in Zürich das Musical Caveman inszeniert, als Produzent und Schauspieler hat er in Solothurn die Comedy-Krimiserie Soko Solo 11 im Winter 03/04 und SOSOLU GmsbH, die ungroundbare solothurner business-comedy-serie, in der Saison 04/05 realisiert. Seit 2002 ist er fester Gast für Schauspiel und Regie am Theater Biel-Solothurn.
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Veronika Medici |
PREIS FÜR THEATERSCHAFFEN
Veronika Medici
Theaterschaffende. Geboren am 2. Juni 1943 in Solothurn, Bürgerin von Muttenz / BL, Novazzano / TI.
Veronika Medici arbeitet als Theaterschaffende mit Figuren, Objekt- und Installationstheater. Schon seit mehr als einem Jahrzehnt tritt sie unter anderem als Ein-Frau-Puppentheater auf. Sie spielt sowohl für Kinder und Jugendliche, wie auch für Erwachsene.
Mit ihrem mobilen Tischtheater, ihren Bilder-Bühnen, reist sie überall hin und erzählt in einer starken Bildsprache alte Märchen und neue Geschichten voller Überraschungen. Ihre fantastischen Stücke trägt sie auf deutsch, französisch und italienisch vor.










