Gefährdungszonen

Erdbebenrisiko

In der Schweiz ist das Erdbebenrisiko das bedeutendste Risiko unter den Naturgefahren - bedeutender als Überschwemmungen oder Epidemien (KATARISK, 2003: Katastrophen und Notlagen in der Schweiz). Das Risiko ist das Produkt der Erdbebengefährdung, den betroffenen Sachwerten und der Verletzbarkeit. Die Gefährdung (siehe unten) können wir nicht beeinflussen. Die betroffenen Sachwerte nehmen aufgrund der immer dichteren Besiedlung der Schweiz stetig zu. Da rund 90 Prozent der bestehenden Gebäude zu einer Zeit gebaut wurden, in welcher noch keine Baunormen zum Erdbebenschutz existierten, weisen diese Gebäude zudem eine relativ hohe Verletzbarkeit gegenüber Erdbeben auf.

Erdbebengefährdung

Die Erdbebengefährdung ist die Wahrscheinlichkeit, mit der an einem bestimmten Ort ein seismisches Ereignis einer gewissen Intensität im Verlaufe eines Zeitintervalls auftritt. Die Erdbebengefährdung können wir somit nicht beeinflussen. Im weltweiten Vergleich wird die Gefährdung in der Schweiz als schwach bis mässig beurteilt. Innerhalb der Schweiz sind das Wallis und die Region Basel, aber auch die Zentralschweiz, das Engadin und das Rheintal stärker gefährdet als die anderen Gebiete. Die regionale Erdbebengefährdung der Schweiz ist in der neuen Erdbebengefährdungskarte des Schweizerischen Erdbebendienstes (SED, 2003) bzw. in der Karte der Erdbeben-Gefährdungszonen der Norm SIA 261 (2003) dargestellt. Darin ist auch ersichtlich, dass der nördliche Teil des Kantons Solothurn (Thierstein und Dorneck) in der Gefährdungszone 2 (mittel) liegt  und die restlichen Bezirke in der Gefährdungszone 1 (schwach) liegen.