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Büsserach


Das früh- und hochmittelalterliche Handwerkerquartier (7.-12. Jh. n. Chr.)

In der zweiten Grabungskampagne, die Mitte März begann und voraussichtlich bis Mitte Juli dauert, entdeckte die Kantonsarchäologie fünfzehn sogenannte Grubenhäuser – in den Boden eingetiefte Bauten, die als Werkstätten oder als Vorratskeller dienten – sowie mehrere Feuerstellen und Hinweise auf einen etwas grösseren Pfostenbau. Eine weitere Werkgrube diente vermutlich als Schmiedeesse. Letztes Jahr lag ein ähnlicher Befund in einem Grubenhaus. Die Menge der bisher gefundenen Eisenschlacke ist eher gering, vor allem im Vergleich zum letzten Jahr. Einige Eisenobjekte lassen jedoch vermuten, dass Eisen vor Ort nicht nur verhüttet, sondern auch zu fertigen Werkzeugen wie Messern und Ahlen weiterverarbeitet wurde. Webgewichte aus gebranntem Ton und aus Stein deuten darauf hin, dass einzelne Grubenhäuser als Webkeller dienten. In mehreren Grubenhäusern wurden zudem grössere Fragmente von Keramikgefässen gefunden. Die archäologischen Funde und Befunde geben uns einen einmaligen Einblick in die Entwicklung einer früh- und hochmittelalterlichen Siedlung im Jura, in der Eisenverhüttung und –verarbeitung eine zentrale Rolle spielten.