Dornach, Bahnhofgebiet
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Dornach / Arlesheim, Verkehrsanlagen Bahnhofgebiet
Ausgangslage:
Der Bahnhof Dornach-Arlesheim ist mit der Verknüpfung von S-Bahn, Tram und vier Bus- und Postautolinien einer der wichtigsten Umsteigeknoten im öffentlichen Verkehrsnetz der Kantone Solothurn und Basel-Landschaft. Die heutige Situation im Bereich des Bahnhofplatzes ist aber sehr unbefriedigend. Durch die kleinen Radien der Tram-Wendeschlaufe müssen die Schienen infolge grosser Abnützung alle drei Jahre ausgewechselt werden. Das Perron befindet sich in einer engen Kurve und kann wegen des Überstreichens der Fahrzeuge nicht erhöht werden. Die Ein- und Aussteigemöglichkeit ist daher nicht kundenfreundlich und schon gar nicht behindertengerecht. Die Wendemöglichkeit für die Busse und deren Haltestellen sind desolat und chaotisch. Zudem werden sie auf dem engen Platz durch den Individualverkehr stark behindert. Die Umsteigebeziehungen zwischen Tram, Bus, Postauto und SBB sind durch die langen Fusswege unbefriedigend.
Ziel:
Das Projekt erreicht, dass sich die Fussmärsche für die Pendler durch optimale Umsteigebeziehungen verkürzen und so das Bahnhofgebiet an Attraktivität gewinnt. Dazu werden die Anlagen, beispielsweise mit einer neuen SBB-Personenunterführung, zentral zusammengefasst. Ein neues, kombiniertes Perron ermöglicht den direkten Umstieg von der Bahn aufs Tram. Mit dem Doppelspurausbau der Tramlinie kann der Takt von 10 auf 7.5 Minuten erhöht werden und eine grössere Wendeschlaufe macht den Einsatz von modernem Rollmaterial möglich. Zudem verkleinert sich der Unterhaltsaufwand an den Gleisen. Ein neuer überdachter Busterminal mit sechs Haltekanten ermöglicht einen trockenen Umstieg auch bei Regenwetter und die Busse sind nach dem Ausbau auch von Seh- und Gehbehinderten bequem zu erreichen. Das Gebiet vor dem Bahnhof wird zu einer Begegnungszone mit Tempo 20 km/h umgestaltet, was zu einer Aufwertung des Bahnhofplatzes beiträgt. Parallel zu den Tiefbauarbeiten realisieren private Investoren auf der Westseite des Projektperimeters eine Überbauung mit Wohn- und Geschäftsbauten, welche das Bild rund um den Bahnhof zusätzlich prägen wird. Für eine zweckmässige Umsetzung des Gestaltungsplans ist eine flächengleiche Kantonsgrenzregulierung zwischen Solothurn und Basel-Landschaft notwendig.
Termine:
Mit dem Spatenstich am 23. Oktober 2008 hat der offizielle Startschuss für die Tiefbauarbeiten stattgefunden, welche voraussichtlich bis Frühjahr 2010 dauern.
Kosten:
Die Gesamtkosten betragen gemäss Kostenvoranschlag insgesamt rund Fr. 32.3 Mio. (inkl. Doppelspurausbau Stollenrain). Davon fallen rund fünf Millionen auf den Kanton Solothurn. Da das Projekt "Bahnhofumgestaltung Dornach / Arlesheim" Teil des Infrastrukturfonds für dringende Projekte ist, leistet der Bund eine finanzielle Beteiligung von knapp 50 % daran.
Organisation:
Für die Umsetzung hat sich eine Bauherrengemeinschaft formiert, welche aus den Kantonen Solothurn und Basel-Landschaft, den Gemeinden Dornach und Arlesheim, der SBB und der BLT besteht.



