Oekomorphologie Fliessgewässer
Wie natürlich sind unsere Fliessgewässer?
Das Amt für Umwelt hat mit einer Kartierung die Naturnähe der Solothurner Bäche erhoben - nur knapp ein Drittel der rund tausend Kilometer Fliessgewässer sind natürlich oder naturnah.
Mit der vorliegenden "ökomorphologischen Kartierung" wird die Natürlichkeit eines Fliessgewässers beurteilt. Wie ist die Gewässersohle beschaffen? Sind Verbauungen vorhanden, welche die Durchgängigkeit für Fische und andere Wassertiere behindern oder verunmöglichen? Wie sind die Uferbereiche beschaffen und wird dem Gewässer genügend Raum gelassen? Auf solche und ähnliche Fragen liefert die Kartierung Antworten.
Die Karte zeigt sämtliche natürlichen und künstlichen Hindernisse (Abstürze bzw. Bauwerke), die Sohlenbreite der Gewässer und deren Breitenvariabilität.
Digitale Karte "Ökomorphologie der Fliessgewässer"
Die Auswertung zeigt, dass nur noch 28% der solothurnischen Fliessgewässer natürlich oder naturnah sind. 20% sind wenig, 15 % stark beeinträchtigt und 9% müssen als naturfremd oder künstlich eingestuft werden. 19% oder 192 Kilometer sind eingedolt. Die Hälfte aller Fliessgewässer weisen einen ungenügenden, 6% überhaupt keinen Uferbereich auf.
Auskünfte erteilen Dr. Gabriela Friedl / Katja Schobert, Tel. 032 627 26 96.



