Hochwasserschutz und Revitalisierung Emme Wehr Biberist bis Aare
Ausgangslage
Die Hochwasser 2005 und 2007 haben die Grenzen der Abflusskapazität der Emme deutlich aufgezeigt. Nur Dank dem Einsatz der Feuerwehren konnten grössere Schäden in den Anstössergemeinden verhindert werden. Dementsprechend weisen die Gefahrenkarten für die GemeindenBiberist, Derendingen, Luterbach und Zuchwil Hochwasserschutzdefizite aus. Zudem erreichen die zum Teil über 100-jährigen Verbauungen ihr Lebensende und entsprechen nicht mehr der heutigen Wasserbauphilosophie. Weiter führte die Eindämmung und Begradigung der Emme zu monotonen Gewässerstrukturen. Die zahlreichen Schwellen, die eingebaut werden mussten, um eine weitere Vertiefung der Emmesohle zu verhindern, beeinträchtigen oder verunmöglichen zudem die Fischwanderung.
Planungsstand
Durch die ausgewiesenen Defizite ergibt sich für die gut 4.5 km lange Strecke Handlungsbedarf. Nachdem sich aus einem ersten Leitbild- und Konzeptentwurf vom April 2009 wichtige Fragen für die weitere Planung ergaben, sind in den letzten 18 Monaten vertiefte Abklärungen zur Grundwassersituation, zu den belasteten Standorten, zum Baugrund sowie und zu den betroffenen Brücken vorgenommen worden. Die Resultate sind in die aktuelle vorliegende Vorstudie eingeflossen. Ebenfalls überarbeitet und ergänzt wurde das Leitbild.
Laufende Arbeiten
Von anfangs Dezember 2011 bis Mitte Januar 2012 lagen das Leitbild und die Vorstudie zur Vernehmlassung auf. Einwohnergemeinden, Grundeigentümer und Umweltverbände sowie die Fachstellen von Bund und Kanton waren eingeladen, sich zu den vorgesehenen Massnahmen zu äussern. Die eingegangenen Stellungnahmen werden zurzeit ausgewertet. Grundsätzlich stossen die vorliegenden Planungsergebnisse auf eine grosse Akzeptanz.
Es ist in dieser frühen Planungsphase wichtig, die vom Projekt betroffenen Akteure im Sinne einer partizipativen Planung in die Entscheidungsfindung einzubeziehen. Insbesondere die betroffenen Gemeinden spielen hier eine wichtige Rolle.



