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Stickoxide

Entstehung

In der Atmosphäre kommen eine Reihe von gasförmigen Stickstoff-Verbindungen vor, welche als Stickoxide bezeichnet werden. Aus lufthygienischer Sicht sind in erster Linie die beiden Verbindungen Stickstoffmonoxid (NO) und Stickstoffdioxid (NO2) von Bedeutung. Das Gemisch wird als NOx bezeichnet.
Die Stickoxide entstehen bei der Verbrennung fossiler Brenn- und Treibstoffe. Die Stickoxide werden zu 90 bis 99% als Stickstoffmonoxid (NO) emittiert, welches sich in der Folge in der Luft relativ rasch in das giftigere Stickstoffdioxid (NO2) umwandelt.

Hauptquellen
Emissions-Kataster

Als Hauptquellen müssen der motorisierte Strassenverkehr, der Bereich Offroad (Baumaschinen, landwirtschaftliche Fahrzeuge etc.) sowie Industrie / Gewerbe und Feuerungen genannt werden.

Auswirkungen

Für die negativen Auswirkungen auf Menschen und Umwelt ist insbesondere das Stickstoffdioxid verantwortlich. Es begünstigt zusammen mit anderen Reizgasen Erkrankungen der Atemwege (Atemnot, Bronchitis). Dabei sind Kinder und Personen mit bereits bestehenden Atemwegserkrankungen besonders betroffen. Zudem führt Stickstoffdioxid zum "sauren Regen" und dadurch zur Uebersäuerung der Böden und zu Schäden an Gebäuden. Weiter sind Stickoxide Vorläufersubstanzen zur Bildung von Ozon (siehe Ozon).

Entwicklung
Jahresbericht

Die Einführung des Katalysators, die Verbesserungen bei den Feuerungsanlagen und in der Industrie haben zu einer Abnahme der Stickstoffdioxidbelastungen geführt. Ein Teil dieser Verbesserung wurde allerdings durch den Mehrverkehr aufgefressen. In Zukunft werden entlang von stark befahrenen Strassen und in Stadtzentren die Belastungen nachwievor übermässig sein.

Grenzwerte der Luftreinhalte-Verordnung

In der Luftreinhalte-Verordnung sind nur für das giftigere NO2 Immissionsgrenzwerte definiert:

30 µg/m3 als Jahresmittelwert. 80 µg/m3 als Tagesmittelwert, der maximal an einem Tag pro Jahr überschritten werden darf. 100 µg/m3 als 95%-Wert aller Halbstundenmittelwerte eines Jahres (95% der gemessenen Halbstundenmittelwerte eines Jahres müssen unterhalb dieser 100 µg/m3 liegen).

 

Belastungskarten aus Prognosemodell NO2

Amt für Umwelt
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