PM 10
Entstehung | PM-10 entsteht bei der Verbrennung von Dieselbrenn- und Treibstoffen, durch Abrieb von Pneus, bei industriellen Prozessen sowie aus der Landwirtschaft durch Rekombination von Ammoniakemissionen. PM-10 entsteht auch aus der Aufwirbelung von Bodenmaterial und durch andere natürliche Emissionen. Unter dem Begriff PM10 sind alle Staubteilchen mit einem Durchmesser von kleiner 10 µm zusammengefasst. |
Hauptquellen | Als eine der Hauptquellen muss auch hier der motorisierte Strassenverkehr (hauptsächlich Dieselmotoren / Lastwagen) genannt werden. Weiter sind zu beachten die Quellen aus Industrie und Gewerbe (z.B. Sandstrahlen, etc) sowie die Forst- und Landwirtschaft. Bei der Landwirtschaft steht der Ausstoss von Ammoniak im Vordergrund. Diese gasförmige Substanz führt durch Rekombination mit anderen in der Luft vorhandenen Verbindungen zur Bildung von feinsten Staubpartikeln. Als natürliche Quellengruppe ist hier auch die Erosion zu nennen. |
Auswirkungen | Auch bei diesem Schadstoff sind Erkrankungen der Atemwege als Hauptursache zu nennen. Die kleinen Teilchen wandern bis in die feinsten Verästelungen der Lunge und können von dort nicht wieder entfernt werden. Die Schädigung der Gesundheit ist somit irreversibel. |
Entwicklung | PM-10 Feinstaub ist erst in den letzten Jahren als Problem erkannt worden. Dank technischer Fortschritte (z.B. verschärfte Abgasvorschriften für Lastwagen) darf eine Senkung der Emissionen erwartet werden. Inwieweit dieser Belastungsrückgang durch den zu erwartenden Mehrverkehr kompensiert wird, kann momentan noch nicht vorausgesagt werden. PM-10 wird aber in den nächsten Jahren wohl mit im Zentrum der Diskussionen um die Luftqualität stehen. |
Grenzwerte der Luftreinhalte-Verordnung | In der Luftreinhalte-Verordnung sind folgende Immissionsgrenzwerte festgelegt: 20 µg/m3 als Jahresmittelwert. 50 µg/m3 als Tagesmittelwert, der maximal an einem Tag pro Jahr überschritten werden darf. 500 ng/m3 Blei als Inhaltsstoff im PM-10 Schwebestaub als Jahresmittelwert 1.5 ng/m3 Cadmium als Inhaltsstoff im PM-10 Schwebestaub als Jahresmittelwert |


