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Ozon

Entstehung

Bodennahes Ozon ist ein Sekundärschadstoff, welcher bei schönem Wetter unter Einfluss von Sonnenlicht aus sogenannten Vorläuferschadstoffen in der Luft gebildet wird. Vorläuferschadstoffe sind Stickoxide (NOx) und flüchtige organische Verbindungen (VOC).

Hauptquellen
Emissions-Kataster

Ozon wird von keiner Quelle direkt emittiert. Die zur Bildung notwendigen Vorläuferschadstoffe stammen vor allem aus dem motorisierten Verkehr (Stickoxide) und aus Industrie und Gewerbe sowie aus Haushaltungen (VOC).

Auswirkungen

Ozon reizt die Schleimhäute der Atemwege, verursacht Druck auf der Brust sowie bei tiefer Einatmung Schmerzen in der Lunge und vermindert deren Leistungsfähigkeit. Die Beeinträchtigung durch Ozon ist abhängig von der Konzentration des Schadstoffes, der Dauer der Einwirkung und der körperlichen Aktivität. Es gibt Menschen, die auf Ozon schneller reagieren als andere. Wiederholte Ozoneinwirkungen können einen Einfluss auf die Entstehung und den Verlauf von Atemwegserkrankungen haben.
Ozon schädigt auch Pflanzen. Kurzfristig auftretende hohe Ozonkonzentrationen führen bei empfindlichen Pflanzenarten zu Schädigungen der Blätter. Hohe Ozonbelastungen über einen längeren Zeitraum führen zu einer Abnahme des Wachstums sowie zu Ertragseinbussen bei landwirtschaftlichen Kulturen.

Entwicklung
Jahresbericht

Ein einheitlicher Trend ist leider noch nicht in Sicht. Die Spitzenwerte sind wohl durch die ergriffenen Massnahmen zur Reduktion der Vorläufersubstanzen NO und VOC in den letzten Jahren zurückgegangen. Die zeitliche Dimension der Belastung ist aber von Jahr zu Jahr entsprechend den Witterungsverhältnissen sehr unterschiedlich und ein Trend darum nur schwer feststellbar.

Grenzwerte der Luftreinhalte-Verordnung

In der Luftreinhalte-Verordnung sind zwei Immissionsgrenzwerte festgelegt:

120 µg/m3 als maximaler Stundenmittelwert welcher höchstens einmal (also währende einer Stunde) pro Jahr überschritten werden darf. 100 µg/m3 als 98%-Wert aller Halbstundenmittelwerte eines Monats (98% der gemessenen Halbstundenmittelwerte eines Monats müssen unterhalb dieser 100 µg/m3 liegen).

 

 

Ozon: unten gefährlich / oben notwendig!
In Bodennähe sind hohe Ozonbelastungen für Menschen und Natur schädlich (siehe oben).
In höheren Luftschichten aber (in der Stratosphäre / in einer Höhe von 15 bis 40 km über der Erde) sind wir auf eine intakte Ozonschicht angewiesen. Sie umhüllt die Erde und schützt vor gefährlicher Ultraviolettstrahlung der Sonne. Heute jedoch wird dieser Schutzschild abgebaut. Schuld an der Zerstörung der Ozonschicht sind Chemikalien wie Fluorkohlenwasserstoffe (FCKW), die vom Menschen in grossen Mengen an die Umwelt abgegeben wurden. FCKW sind mittlerweilen in der Schweiz verboten. Sie befinden sich jedoch immer noch in Kühlsystemen und Schaumstoffen. Mit der Zerstörung der Ozonschicht steigt das Hautkrebsrisiko. Darum wird ein guter Sonnenschutz immer wichtiger.

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