Güllen mit Schleppschlauch
Bei der Ausbringung der Gülle mit dem herkömmlichen Prallteller entweicht sehr viel Ammoniak in die Atmosphäre und gelangt so in Wälder, Gewässer und ökologisch wertvolle Biotope, wo es zur Überdüngung und Bodenversäuerung beiträgt.
Um diese Ammoniak-Emissionen zu reduzieren, muss dafür gesorgt werden, dass die Gülle möglichst rasch im Boden versickert. Entsprechende Ausbringsysteme sind heute verfügbar und gelten als Stand der Technik.
Dazu gehört der Schleppschlauchverteiler, mit dem Emissionsminderungen von bis zu 30 Pro-zent erreicht werden können. Mit dem Schleppschlauch wird die Gülle direkt auf den Boden ausgebracht und vermindert so den direkten Kontakt mit der Umgebungsluft.
Mit Verfahren zur direkten Injektion der Gülle in den Boden werden noch grössere Minderungen erzielt. Der Einsatz dieser neuen Ausbringtechnik eignet sich nur in ebenem Gelände.
Vollzugsempfehlung des Cercl' Air
Über den Vollzug der emissionsarmen Düngerausbringung orientiert eine Empfehlung der Schweizerischen Gesellschaft der Lufthygiene-Fachleute
Cercl'Air-Empfehlung Nr. 21-C zur emissionsarmen Hofdüngerausbringung
Zentralstelle für Düngberatung
Zentralstelle für Düngeberatung
Gülle ist ein wertvoller Dünger. Mit einer Verminderung der Ammoniak-Emission und dem gezielten Einsatz lassen sich die Kosten optimieren.
Zentralstelle für Düngeberatung
Ressourcenprogramm des Bundes
Ressourcenprogramm des Bundes
Im Zentrum Ressourcenprogramms (Ares) steht die Senkung der Ammoniakemmissionen. Dies geschieht vor allem mit der Unterstützung des Schleppschlaucheinsatzes. Hier erfolgt die Erstanmeldung via Schleppschlauchbesitzer. Nach Meldung durch die Schleppschlauchbesitzer erhalten die Bewirtschafter eine Absichtserklärung für die Teilnahme während 6 Jahren. Dieser Teil des Programmes ist eine Weiterführung des bisherigen Schleppschlauchprogramms. Im Weiteren soll der Ammoniakverlust durch N-reduziertes Futter, durch Abdeckung von Güllenbehältern und weiteren Massnahmen gesenkt werden. Die Projektkoordination liegt bei Bernhard Strässle Tel. 032 627 99 75 von der Düngeberatung am Wallierhof. Neue Besitzer von Schleppschlauchverteilern können sich bei Bernhard Strässle melden.
Link zum Solothurnischen Bauernverband


