Luftreinhaltung in der Landwirtschaft

Die Landwirtschaft trägt wesentlich zur übermässigen Luftbelastung bei. Vorallem die Ammoniak-Emissionen aus der Tierhaltung führen zur Überdüngung von Wäldern, Schutzgebieten und Oberflächengewässern. Ammoniak trägt zudem zur Sekundärbildung von Feinstaub bei. Einen wesentlichen Beitrag leistet die Landwirtschaft auch zur Feinstaubbelastung. Knapp 30 Prozent der Feinstaubemissionen stammen im Kanton Solothurn aus der Landwirtschaft. Verantwortlich dafür sind Dieselmotoren und die Aufwirbelung bei Feldarbeiten und beim Ackerbau. Im dicht besiedelten Kanton Solothurn werden immer mehr die Geruchsimmissionen aus der landwirtschaftlichen Tierhaltung zum Problem.

Ammoniakemissionen auf dem Hof

95 Prozent der Ammoniak-Emissionen stammen aus der Landwirtschaft. Ein wesentlicher Anteil des Ammoniaks verflüchtigt sich im Stall, auf Laufhöfen und aus Güllebehältern. Am-moniak ist eine Stickstoffverbindung und damit ein hochwertiger Pflanzendünger.

Güllen mit Schleppschlauch

Der weitaus grösste Anteil der Ammoniak-Emissionen erfolgen beim Ausbringen der Gülle. Damit wenig Ammoniak emittiert und die Gülle ihren wertvollen Düngewert behält, soll sie möglichst wenig mit Luft in Verbindung treten und muss rasch im Boden versickern. Der Schleppschlauch ist dafür ein gut geeignetes System.

Partikelfilter für Traktoren

Die Russpartikel im Abgas von Dieselmotoren gehören zu den gefährlichsten Teilchen im Feinstaub. Dieselruss kann zu Krebserkrankungen führen und Entzündungen in den Atemwe-gen hervorrufen. Partikelfilter können über 95 Prozent des Dieselrusses eliminieren.

Gerüche und Tierhaltung, Abstandvorschriften

Eine Empfehlung der früheren Eidgenössischen Forschungsanstalt für Agrarwirtschaft und Landtechnik in Tänikon (FAT) legt Mindestabstände von neuen und bestehenden Tierhaltungs-anlagen zu bewohnten Zonen fest und dient damit der Vermeidung von Geruchsproblemen, die von solchen Anlagen ausgehen können.