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Ammoniak-Emissionen auf dem Hof

Die Landwirtschaft ist Hauptversursacherin der hohen Ammoniak-Belastung der Luft. Rund 95 Prozent dieses Schadstoffes emittieren aus dieser Branche, wobei die Tierhaltung den Hauptharst verursacht.
Ammoniak ist ein leichtflüchtiger Stoff. Um die Emission tief zu halten, müssen Tierexkremente und die daraus entstehende Gülle möglichst schnell in geschlossene Behälter gespühlt werden. Beim Güllen ist darauf zu achten, dass diese schnell im Boden versickern kann.
Ammoniak ist ein hochwertiger Pflanzendünger. Es liegt im Interesse eines jeden Landwirtes, die Verluste tief zu halten und mit geeigneten Massnahmen den Düngewert der hofeigenen Gülle hoch zu halten.


Ammoniak reduzieren im Stall

Wo Nutztiere gehalten werden, entsteht Ammoniak. Rund 32 Prozent der Ammoniakverluste entweichen aus Stallungen. Emissionsarme Ställe zeichnen sich dadurch aus, dass der anfallende Harn der Tiere schnell in einen abgedeckten Güllebehälter abgeleitet wird (z.B. über perforierte oder Rinnenböden) und dass die Aufenthaltsflächen der Tiere konsequent sauber gehalten werden. Dies ist vor allem bei Laufställen von Bedeutung.
Merkblatt in der UVA-Revue:
Ammoniak reduzieren im Stall

Ammoniak reduzieren mit der Fütterung

Im Kanton Solothurn stammen rund 10 Prozent der gesamten Ammoniakemission aus der Schweinehaltung. Bei den Schweinen kann die Ammoniakbildung durch die Fütterung beeinflusst werden. Mit dem Einsatz von Stickstoff-reduziertem Futter können bei der Mastschweinehaltung die Ammoniakausscheidungen um 10 bis 20 Prozent reduziert werden. Der Einsatz von N-reduziertem Futter ist auch ein Beitrag zur Reduktion der Gewässerbelastung.
Merkblatt der Zentralstelle Düngerberatung, Wallierhof
Ammoniak reduzieren mit der Fütterung

Ammoniak reduzieren bei der Lagerung der Gülle

Emissionsarme Güllebehälter sind geschlossen oder so abgedeckt, dass der Luftkontakt über der Oberfläche minimiert wird. Hingegen müssen gefährliche Gärgase trotzdem entweichen können. Offene Güllebehälter können z.B. mit Schwimmfolien abgedeckt werden. Im Kanton Solothurn müssen neue Güllebehälter grundsätzlich als geschlossene Behältern gebaut werden.


Cercl'Air-Empfehlung Nr. 21-A zur Abdeckung neuer Güllelager


Cercl'Air-Empfehlung Nr. 21-B zur Emissionsbegrenzung bestehender Güllelager


Amt für Umwelt
Greibenhof
Werkhofstrasse 5
4509 Solothurn

Telefon 032 627 24 47
Telefax 032 627 76 93

afu@bd.so.ch

Standort

Fachstelle Luftqualität und Luftgrundlagen

Rolf Stampfli

Fachstellenleiter

Tel. 032 627 24 55