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Industrie und Gewerbe (betriebliche Luftreinhaltung)

Entstehen beim Bau oder Betrieb von Bauten und Anlagen Luftverunreinigungen, so hat die zuständige Behörde dafür zu sorgen, dass diese Emissionen so weit reduziert werden, als dies technisch und betrieblich machbar und wirtschaftlich tragbar ist. Zumindest sind die Emissionen soweit zu begrenzen, dass die Grenzwerte der Luftreinhalteverordnung eingehalten werden. Als Luftverunreinigungen gelten Veränderungen des natürlichen Zustandes der Luft, namentlich Rauch, Russ, Staub, Gase, Aerosole, Dämpfe, Geruch und Abwärme. Luftverunreinigungen werden beim Austritt aus Anlagen als Emissionen, am Ort ihres Einwirkens als Immissionen bezeichnet.
Zuständig für die betriebliche Luftreinhaltung sind die Fachstellen der Kantone. Im Kanton Solothurn ist es die Fachstelle betriebliche Luftreinhaltung, Lärm und Elektrosmog im Amt für Umwelt.

Tankstellen

Beim Umschlag von Benzin und beim Betanken von Fahrzeugen entstehen giftige Benzindämpfe. Das dabei entweichende Benzol gefährdet die Gesundheit und ist eine Vorläufersubstanz von Ozon. Die entweichenden Gase müssen in das System zurückgeführt werden.

Textilreinigungen

Professionelle Textilreinigungen setzen neben der üblichen Nasswäsche mit Seife auch chemische Reinigungsmittel wie Tetrachlorethylen (TCE) oder Perchlorethylen (PER) ein. Diese Stoffe belasten die Umwelt. Für diese Betriebe gelten deshalb strenge Auflagen.

Partikelfilter

Abgase von Dieselmotoren enthalten Feinstaub mit krebserregendem Russ. Beim Atmen gelangt dieser bis tief in die Lungen. Asthma, Bronchitis, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Lungenkrebs sind mögliche Folgen.
Dieselmotoren welche mit wirksamen Partikelfiltersystemen ausgerüstet sind, stossen hundert mal weniger Feinstaub aus wie solche ohne Partikelfiltersysteme.

Anlagen in Industrie und Gewerbe

Verschiedenste industrielle Anlagen produzieren durch chemische, physische und thermische Prozesse unterschiedlichste Luftverunreinigungen. Die Luftreinhalte-Verordnung setzt entsprechende Emissionsbegrenzungen fest und sieht emissionsreduzierende Massnahmen vor.

Korrosionsschutz

Korrosionsschutzbeschichtungen freistehender Stahlobjekte wie Brücken, Tankanlagen, Hallen, Leitungs- und Seilbahnmasten können Blei, Zink, Cadmium und Chrom, PCB und PAK enthalten. Bei diesen Arbeiten sind deshalb besondere Vorkehrungen zu treffen.

Vollzug VOCV

VOC bezeichnet eine Vielzahl von "flüchtigen organischen Verbindungen". Sie werden als Lösungsmittel in zahlreichen Branchen eingesetzt und sind in verschiedenen Produkten enthalten. Seit dem Jahre 2000 wird eine Lenkungsabgabe erhoben.

Gerätebenzin

Im Gegensatz zu herkömmlichem Treibstoff ist Gerätebenzin nahezu frei von krebserregendem Benzol. Generell verbrennt Gerätebenzin schadstoffärmer und erzeugt weniger Gestank. Es eignet sich für Kleingeräte, die nicht über einen Katalysator verfügen.

Farben und Lacke

Lösungsmittel in Farben und Lacken sorgen dafür, dass diese streichfähig bleiben. Gehören sie der Stoffgruppe der flüchtigen organischen Verbindungen (VOC) an, können sie die Gesundheit gefährden. Immer mehr Produkte werden deshalb mit wässeriger Lösung angeboten.

Amt für Umwelt
Greibenhof
Werkhofstrasse 5
4509 Solothurn

Telefon 032 627 24 47
Telefax 032 627 76 93

afu@bd.so.ch

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