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Lärmschutz


Schall ist eine physikalische Grösse. Die Schallwellen werden von der Luft übertragen und können vom menschlichen Ohr aufgenommen und identifiziert werden.

Lärm ist nicht erwünschter Schall. Die Abgrenzung zwischen Schall und Lärm ist deshalb sehr subjektiv. Lärm ist lästig und kann sich negativ auf die Gesundheit auswirken und zu physischen oder psychischen Schäden führen.

Die Lärmbekämpfung setzt in erster Linie bei der Lärmreduktion an der Quelle an. Die Lärmschutz-Verordnung sieht deshalb vor, dass Lärmemissionen so weit zu begrenzen sind, als dies technisch und betrieblich möglich sowie wirtschaftlich tragbar ist (Vorsorgeprinzip).


Lärmschutz in der Ortsplanung

Mit der richtigen Zuordnung der Bauzonen zu lärmigen Anlagen wie z.B. Strassen und Eisenbahnen werden Lärmbelästigungen im vornherein vermieden. Die Gemeinden weisen deshalb ihren Bauzonen unterschiedlichen Lärmbelastungsstufen zu und schaffen neue Bauzonen nur dort, wo keine übermässige Lärmbelastung besteht.

Bauen in lärmbelasteten Gebieten

Nicht überbaute Bauzonen, die durch lärmige Anlagen übermässig mit Lärm belastet sind, dürfen nur erschlossen oder überbaut werden, wenn nachgewiesen ist, dass die entsprechenden Grenzwerte der Lärmschutz-Verordnung mit planerischen, gestalterischen oder baulichen Massnahmen eingehalten werden können.

Schallschutz bei neuen Gebäuden

Zur Reduktion des hausinternen Lärms sind die Bauherrschaften verpflichtet, bei neuen Gebäuden Schallschutzmassnahmen nach den anerkannten Regeln der Baukunde vorzunehmen. Diese richtet sich nach der SIA-Norm 181, Schallschutz im Hochbau. Sind die Immissionsgrenzwerte überschritten, verfügt die Baubehörde verschärfte Anforderungen an die Schalldämmung.

Baulärm

Baustellen gelten weder als Anlagen im Sinne des Umweltrechtes noch sind deren Fahrzeuge und Maschinen dem Strassenverkehrsgesetz unterstellt. Der Bund hat deshalb eine spezielle Richtlinie erlassen, in welcher bauliche und betriebliche Massnahmen zur Begrenzung des Baulärms enthalten sind.

Strassenlärm

Strassen, welche bei angrenzenden Gebäuden zu Überschreitungen der Lärmgrenzwerte führen, müssen lärmtechnisch saniert werden. Zuständig ist der Anlagebetreiber, das heisst der Strasseneigentümer. Bei Kantonsstrassen ist im Kanton Solothurn das Amt für Verkehr und Tiefbau zuständig.

Bahnlärm

Führen Bahnlinien zu übermässigen Lärmbelastungen, müssen diese lärmtechnisch saniert werden. Sanierungspflichtig ist der Eigentümer der Bahnlinie. Neben baulichen Massnahmen zum Schutz der Anwohner investieren die Bahnen auch in leiseres Rollmaterial.

Industrie- und Gewerbelärm

Anlagen der Industrie, des Gewerbes und der Landwirtschaft müssen von Anlagenbetreibern lärmtechnisch saniert werden, wenn die Nachbarliegenschaften übermässig mit Lärm belastet werden. Dies gilt auch für Güterumschlag und arealinternen Verkehr, Parkhäuser und haustechnische Anlagen.

Schiesslärm

Schiessanlagen, die durch ihren Schiessbetrieb übermässig Lärm auf die umliegenden Liegenschaften verursachen, müssen lärmtechnisch saniert werden. Neben Lärmschutzeinrichtungen kann der massgebende Beurteilungspegel auch durch einen eingeschränkten Betrieb reduziert werden.

Fluglärm

Der Kanton Solothurn ist lediglich im Umfeld des Regionalflughafens Grenchen vom Fluglärm betroffen. Zum Schutz der Bevölkerung vor lästigem Fluglärm in den umliegenden Dörfern sind die An- und Abflugrouten (Vouten) klar festgelegt. Der Regionalflughafen ist zuständig für die Einhaltung dieser Bestimmungen.

Alltagslärm

Als Alltagslärm versteht man Lärmbelastungen, die nicht aus Verkehrsanlagen, Schiessanlagen und Industrieanlagen stammen, jedoch von ortsfesten Anlagen verursacht werden. Im Rahmen der Rechtssprechung wurde der Anwendungsbereich der Lärmschutz-Verordnung immer mehr auch auf andere Lärmarten ausgedehnt.

Nachbarschaftslärm

Kreischende Papageien auf dem Nachbarbalkon, Familienstreit im Treppenhaus, endlose Grillparties in Nachbars Garten, der Klavierunterricht im Obergeschoss, spielende Kinder auf der Strasse, all dieser störende Lärm, der keiner konkreten, ortsfesten Anlage zugeordnet werden kann, wird als Nachbarschaftslärm bezeichnet.

Amt für Umwelt
Greibenhof
Werkhofstrasse 5
4509 Solothurn

Telefon 032 627 24 47
Telefax 032 627 76 93

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