Bodenbelastungsgebiete
Unter dem Begriff Bodenbelastungsgebiet (BBG) wird eine flächenhafte Schadstoffbelastung des Bodens verstanden, die durch Messungen belegt und deren Ausdehnung abgrenzbar ist. Bodenbelastungsgebiete weisen mindestens eine Richtwertüberschreitung (gemäss Verordung über Belastungen des Bodens VBBo) eines oder mehrerer Schadstoffe auf.
Der Kanton Solothurn ist auch heute noch stark geprägt durch die Industriegeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Die hohen Schadstoffimmisionen vor allem der metallverarbeitenden Industrie in der Vergangenheit sind im Boden gespeichert, obwohl viele ehemalige Produktionsstätten verschwunden sind und moderne Industrieanlagen unter strengen Umweltauflagen produzieren und deshalb die Immisionen stark zurückgegangen sind. Die (früher) verfrachteten Schadstoffe sind weder chemisch noch biologisch abbaubar und deshalb über eine sehr lange Zeit im Boden gespeichert. Eine typische Eigenheit von Bodenbelastungsgebiete ist die Distanzabhängigkeit der Belastung zum Emittenten, d.h. der Boden ist stärker belastet je näher der Verursacher ist.
Im Kanton Solothurn befinden sich nach jetzigem Kenntnisstand zwei Bodenbelastungsgebiete.

