BBG Biberist-Gerlafingen
Schwermetall-Immissionen während Jahrzehnten
Während Jahrzehnten gelangten durch den Produktionsprozess des Stahlwerks der
von Roll AG (heute Stahl Gerlafingen) Staub von giftigen Schwermetallen und organischen Schadstoffen in die Umgebung des Werkes. Dies führte zu einer grossflächigen Belastung der Böden. Betroffen von der Bodenbelastung ist eine Fläche von 2.7 km2 in den Gemeinden Biberist und Gerlafingen. Mit der Einrichtung von Filteranlagen ab 1973 konnten die Immisionen in den Boden deutlich reduziert werden. Die Bodenbelastung ist jedoch ein Langzeitproblem, da die Schadstoffe im Boden nicht abgebaut werden können.
Zwischen 1991 und 1995 fanden in Gerlafingen und Biberist umfangreiche Abklärungen zur Belastungs- und Gefährdungssituation statt. Ziel war es, das genaue Ausmass der Belastung der Böden zu erkennen und räumlich abzugrenzen und die daraus resultierende Gefährdung von Mensch und Umwelt erfassen zu können. Auf der Basis der gewonnenen Erkenntnisse wurden Massnahmen zur Abwehr möglicher Gefährdungen erarbeitet.
Belastungssituation
Die Untersuchungen zwischen 1991 und 1995 haben aufgezeigt, dass der Boden in Teilen von Biberist und Gerlafingen mit Schadstoffen belastet ist.
Werden die wenigen notwendigen Massnahmen der betroffenen Bevölkerung eingehalten, ist eine gute Lebens- und Wohnqualität gewährleistet. Eine ausführliche Zusammenfassung der Ergebnisse, Empfehlungen und Massnahmen ist als Merkblatt erhältlich.
Monitoring
In einem Monitoring werden die Böden im Bodenbelastungsgebiet Biberist-Gerlafingen durch das Amt für Umwelt regelmässig überprüft. Diese Überprüfung ist sehr aufwändig und geschieht alle 10 Jahre. Die Daten liefern Erkenntnisse über die langfristige Entwicklung der Bodenbelastung und der damit verbundenen Nutzungsempfehlungen oder allenfalls Nutzungseinschränkungen. So kann eine Verschärfung der Bodenbelastung frühzeitig erkannt werden oder Massnahmen auf Flächen, auf denen die Belastung abgenommen hat, angepasst werden.




